About Sebastian

Ich schreibe seit ich ca. 16 bin über Filme – zunächst auf diversen, größtenteils glücklicherweise nicht mehr erreichbaren privaten Blogs, dann kurz als Praktikant für moviepilot.de und mittlerweile in erster Linie für dasmanifest.com. Ich habe keine Qualifikationen, studiere aber irgendwas mit Medien. Ich mag Filme, in denen Handlung durch ausufernde Dialoge über Star Wars ersetzt wird und bezeichne demnach Kevin Smith als meinen Lieblingsregisseur. Ich denke, dass Christopher Nolans Batman-Filme dem Franchise mehr geschadet haben als Nippel auf dem Kostüm, halte Buffy the Vampire Slayer für wichtiger als das Gesamtwerk Shakespeares und weine bei Rom-Coms. Even movie-nerds think I'm weird.

News: Sean Penn vereint Kristen Wiig und Robert De Niro vor der Kamera

Vier Jahre nach dem eher durchwachsenen Into The Wild wird Sean Penn wieder Regie führen. Die Prämisse: Ein alternder Komiker wird, nachdem er einen Fan mit dem Mikrofon angegriffen hat, zum Community Service verurteilt und trifft dort auf eine jüngere Frau, “a dazzling and defiant redhead who turns his life sideways”. Das klingt jetzt erstmal nicht gerade revolutionär (vor allem: Ist “redhead” allen ernstes eine Charakterisierung?), aber der Cast macht das The Comedian betitelte Projekt dann doch irgendwie interessant: Robert DeNiro und Kristen Wiig sollen die Hauptrollen übernehmen.

Trailer: The Muppets Meta-Parodie

Das hier ist der finale (Meta-)Parody-Trailer für The Muppets. Mir ist mittlerweile völlig egal, ob der Film was taugt, allein diese Kampagne ist brillanter als das meiste, was dieses Jahr (oder in irgendeinem Jahr) im Kino lief. Von mir aus kann der Film nur aus allen Parodien hintereinandergeschnitten bestehe, ich liebe es jetzt schon.

News: Much Ado about Whedon [Update]

(c) Neill Cameron (http://neillcameron.blogspot.com/)

Update: Mittlerweile ist auf der Website zum Film eine Pressemitteilung zu finden, die ein paar Details erläutert. So handelt es sich tatsächlich um eine “modern version of Shakespeare’s classic comedy ” mit Amy Acker und Alexis Denisof in den Hauptrollen. Zitat Whedon:

The text is to me a
deconstruction of the idea of love, which is ironic, since the entire production is a love
letter – to the text, to the cast, even to the house it’s shot in.

Der Film (ja, Film) ist komplett in schwarz-weiß gedreht, soll im Frühjahr fertig sein und dann auf Festivals zu sehen sein “because it is fancy”.

Außerdem interessant:

MUCH ADO ABOUT NOTHING is the first feature from Bellwether, a micro-studio created by Joss Whedon and Kai Cole for the production of small, independent narratives for all media, embracing a DIY ethos and newer technologies for, in this particular case, a somewhat older story.

Hier die gesamte Pressemitteilung (pdf).

Ursprüngliche News:

Das hier sind die interessantesten Nicht-News seit langem: Much Ado About Nothing ist vielleicht ein Film (oder eine Serie oder irgendwas dazwischen), der vielleicht auf dem gleichnamigen Shakespeare-Drama basiert (oder darauf anspielt oder nicht) und der vielleicht im Web (oder Kino oder TV, halte ersteres aber für wahrscheinlich) erscheinen wird. Interessant ist das deshalb, weil Joss Whedon (ihr wisst schon, Buffy, Firefly, aktuell Avengers) hier heimlich, still und leise sein nächstes (nicht-Avengers) Projekt abgedreht hat und dafür sowohl Whedon-Regulars wie Captain Reynolds himself, Nathan Fillion, Amy Acker und Alexis Denisof als auch Neuzugänge wie den offenbar vom Avengers-Set mit rübergenommenen Clark Gregg und die bezaubernde Riki Lindhome (eine Hälfte von Garfunkel & Oates) vor der Kamera vereint. Was auch immer das wird, ich bin schon jetzt ganz aufgeregt. Hier noch die (absolut null aussagekräftige) Website.

(via Hollywoodreporter)

Lazy Sunday #2 – George Romero, Pauline Kael, Jackie Brown und mehr

Auch diese Woche wieder ein paar Links zu interessanten Artikeln und Interviews zum Thema Film:

My zombies are purely a disaster. They are a natural disaster. God has changed the rules, and somehow this thing is happening. My stories are about the humans who deal with it stupidly, and that’s what I use them for. I use them to sort of make fun of what’s going on in a number of societal events. And that’s it, I don’t use them to just create gore. Even though I use gore, that’s not what my films are about, they’re much more political. That’s it. This whole zombie revolution, it’s unbelievable. We were in France last week, and 3,000 zombies came out for the zombie walk. We’re going to Mexico City next week and there are 5,000 zombies expected to show up. I don’t know what that’s about.

George A. Romero im Interview bei io9 über den aktuellen Zombie-Hype, eigene Pläne und The Walking Dead.

Es heißt ja häufig, dass große Regisseure ein Leben lang den selben Film drehen. Sie wühlen sich wiederholt durch ihre liebsten Themenkreise und entwickeln dabei einen wiedererkennbaren Stil. Bei dir habe ich diese beiden Aspekte stets vermisst. Eines Nachts (oder Tages?) ging mir jedoch die Erkenntnis auf, dass genau das die Faszination so unterschiedlicher Werke wie SolarisChe – Revolucion und Der Informant! ausmacht. Solch eine schwer greifbare Filmografie stellt die Grundzutat der Unberechenbarkeit dar und unberechenbare Hollywood-Regisseure gibt es viel zu wenige.

Jenny Jecke aka the gaffer schreibt bei moviepilot einen offenen Brief an Steven Soderbergh.

From the moment Kael began as a film critic at The New Yorker, at the start of 1968, she presided over the movies in the manner of Béla Károlyi watching a gymnast on the balance beam—shouting directives, excoriating every flub, and cheering uncontrollably when a filmmaker stuck his landing. She spent much of her career chastening Hollywood’s excesses while brushing off complaints about immoderation on her own part. She did not regard this as a hypocritical endeavor. Kael wrote quickly and at length, regularly pulling all-nighters into her Tuesday deadlines with the help of cigarettes and bourbon (till she gave up both). Her kinetic passion, her chatty-seatmate prose, and her detail-heckling made her a pop-culture oracle in an era that desperately needed one.

Der New Yorker hat einen längeren Artikel über Kritiker-Legende Pauline Kael.

But at the same time, when you work with Quentin, it’s liberation. He’s a maestro, and the crew are his orchestra. He always plays music on the set to create a vibe and a mood. I’m going to do that when I’m a director!

Pam Grier kommentiert für Empire Fotos von den Dreharbeiten zu Jackie Brown. Der leider noch immer unterschätzte Film (vielleicht, neben Reservoir Dogs, Tarantinos bester) feiert nächstes Jahr sein 15jähriges Jubiläum.

Hindsight is 20/20, but I should have known something was rotten when we got to Juarez. Cause we go straight to this flophouse and the owner seems to know Reitman, and it turns out he keeps a room there, which seems shady. Bare room with just a dirty mattress, some bottles of mescal and a handgun. No windows. I’m not firing on all cylinders at this point. I say should we do a hotel but Jason says this is where he wrote Up In The Air so I figure it’s alright. We drink another bottle and talk about Billy Wilder and smoke something that looked like a blender, and I think I passed out at some point cause when I come to it’s night and Reitman’s literally dragging down the stairs bellowing “it’s time to party.’”

/Film hat eine ganze Menge Tweets von Regisseur Rian Johnson (Brick) gesammelt, in denen er über den Versuch, seinen (fiktiven) Streit mit Jason Reitman (Up in the Air) beizulegen, schreibt. Ohne Frage das lustigste, was ich seit langem auf Twitter gelesen habe.

Update:

McKendry und Autor Matt Sherring bemühen sich mit diesem Plot redlich, eine emotionale Basis für Stathams Entscheidung, diesen letzten Auftrag auszuführen, zu finden. Doch Robert De Niro ist zwar die perfekte Besetzung für den alternden Mentor, hat aber schlicht zu wenig Screentime, um wirklich als eine solche Basis zu funktionieren. Seine Rolle ist letztlich nicht viel mehr als ein MacGuffin für einen Standard-one-last-job-Thriller – wenn auch einer, der besser funktioniert als das “ganz große Geld”, das in ähnlichen Filmen gerne den Auslöser der Handlung darstellt und oft die Frage aufwirft, was denn dann bei allen anderen Jobs rumgekommen ist.

Noch kurz hinterhergeschoben: Beim Manifest habe ich den Jason Statham-Actionthriller Killer Elite reviewt.

News: TV-Spin-Offs zu Zombieland und The Kids Are All Right?

Serie ist das neue Sequel. Nachdem kürzlich bereits erste Spekulationen über ein Attack The Block-Serien-Spin-Off bekannt wurden, gibt es jetzt zu Zombieland noch deutlich konkretere Überlegungen. Demnach soll der Sender FOX gemeinsam mit Sony an der Serie arbeiten, auch die Drehbuch-Autoren des Films (Paul Whernick und Rhett Reese) sind an Bord. Wenn man mich fragt: Kann durchaus was werden – nicht nur, weil Zombieland urspünglich als Serie geplant war. Die Charaktere des Films könnten durchaus auch eine Serie tragen – wenn sie denn überhaupt Teil der Serie wären, denn dass die Darsteller des Films dabei sind darf bezweifelt werden. (via moviepilot)

Ebenfalls für eine Serien-Adaption im Gespräch ist die Indie-Dramedy The Kids Are Allright. Angeblich soll HBO ein Spin-Off planen. Das Skript für den Piloten soll Lisa Cholodenko, Regisseurin und Autorin des Films schreiben – dennoch bin ich skeptisch, denn The Kids Are Allright wirkte doch sehr in sich geschlossen für mich, ich brauch da keine Fortsetzung (außerdem war schon der Film im Grunde nur ganz nett und recht schnell vergessen).

(via Deadline)