Review: The Losers

Durch Zufall stieß ich letztens auf den Film “The Losers”, die beteiligten Schauspieler bewegten mich dann dazu, die offensichtlich durchschnittliche Action-Komödie anzuschauen. Aber bei Jeffrey Dean Morgan (Watchmen), Zoe Saldana (Colombiana, Star Trek), Idris Elba und Chris Evans (Captain America, Marvel’s The Avengers, Sunshine) in einem Film kann man ja schon mal reinschauen.

Bei einem Einsatz gegen einen Drogendealer wird Clay und seine black-ops special-forces team vom mysteriösen Max hereingelegt. Ihr Helikopter wird zerstört doch sie überleben und tauchen in Südamerika unter. Sie wollen sich rächen und ihre Identitäten zurückhaben, doch wie sollen sie überhaupt in die USA einreisen, um an Max heranzukommen? Zum Glück kommt die nicht minder mysteriöse Aisha zu Hilfe. Sie bringt die Jungs zurück in die Staaten, die sich ebenfalls an Max rächen will.

The Losers ist eine nicht ganz ernstzunehmende Comicverfilmung, die aber jede Menge Spaß macht, vor allem wegen des Zusammenspiels der Charaktere. Das Comicvorbild erkennt man eigentlich nur im Intro und in den leicht übertriebenden Actionszenen. Der Comic wurde nur teilweise umgesetzt und es war eine Fortsetzung im Gespräch, wie wahrscheinlich die ist, steht bei dem für Hollywood eher geringem Gewinn an Box Office und im DVD-Verkauf ($12 Millionen) wohl in den Sternen, zumal Chris Evans mit seiner Rolle als Captain America in den kommenden The Avengers-Filmen vermutlich komplett ausgelastet ist.

Wer Spaß an leichter Action-Comedy-Kost hat und wen man mit Explosionen, flotten Sprüchen und cooler Musik unterhalten kann, der ist mit The Losers ganz gut beraten. Bei momentan 6,66 Euro kann man nicht viel falsch machen.

Die Abenteuer von Tim und Struppi

Überall begegnet uns momentan der junge Reporter aus Belgien. Die Comics habe ich letztens alle erneut gelesen (vielleicht schreibe ich da auch noch was zu), dann den Film geschaut (den ich erst nicht so gut fand, weil er doch recht weit vom Buch entfernt war, allerdings heißt er bei uns jetzt auch nicht mehr so wie das Buch, unter dem Titel läuft er nur noch in UK). Anschließend habe ich mir das Game vorgenommen, auf das ich mich schon länger gefreut habe, heutzutage gibt es einfach kaum noch gute Platformer und Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn ist ein sehr guter Vertreter des Genres, auch wenn die 3D-Parts nicht sonderlich gut gelungen sind. Ansonsten macht das Game echt Spaß, vor allem zu zweit.

Cars 2

Titel: Cars 2
Deutscher Titel: Cars 2
Genre: Animation
Regie: John Lasseter, Brad Lewis
Drehbuch: Ben Queen
Syncrhonstimmen: Owen Wilson, Larry The Cable Guy, Michael Caine, Emily Mortimer, John Turturro, Thomas Kretschmann, Franco Nero
Verleih: Walt Disney Pictures
Land: USA
Deutschlandstart: 28.07.2011

Cars 2, die Fortsetzung des eigentlich nicht ganz so beliebten, aber dennoch an den Kinokassen sehr erfolgreichen, Animationsfilm von Pixar, versetzt die sprechenden Autos rund um den roten Flitzer Lightning McQueen (Owen Wilson) auf Rennstrecken in der ganzen Welt. In ihrem zweiten Abenteuer verlassen die Autos Radiator Springs und reisen um die Welt, um an einem Rennen des Öl-Milliardärs Miles Axlerod (Eddie Izzard) teilzunehmen. Der ist mittlerweile von seiner Öl-Sucht bekehrt, hat sich selbst in ein Elektro-Auto umbauen lassen und will mit dem Rennen seinen neuen, sauberen Treibstoff promoten, den alle Wagen benutzen müssen.

Währenddessen sind die Spione Finn McMissile (Michael Caine) und Holley Shiftwell (Emily Mortimer) dem bösen Professor Zündapp (Thomas Kretschmann) auf der Spur, der mit seinen “Gurken” (im Original “Lemons”, also alte, verrostete Autos) einen bösen Plan verfolgt, der eine mysteriöse Geheimwaffe involviert. Mater/Hook, der Lightning ausnahmsweise begleiten durfte, sich aber wie zu erwarten war, ständig blamiert, wird in das Spion-Geschehen hineingezogen und versucht mit den britischen Geheimagenten, die Verschwörung aufzudecken. Das führt ihn letztendlich doch wieder zu seinem besten Freund Lightning zurück, denn wie es sich herausstellt, will das böse deutsche Auto mit seinen verrosteten Kumpanen das Rennen sabotieren. Der gutmütige Abschleppwagen zögert keine Sekunde, stürzt sich in die Gefahr und riskiert alles, um seinen Freund zu beschützen.

Cars war für viele der schlechteste Pixar-Film, ich mochte ihn eigentlich, auch wenn er natürlich nicht an ein Toy Story herankommt. Cars 2 hingegen ist mehr als eine würdige Fortsetzung und einer der lustigsten und optisch beeindruckendsten Animationsfilme überhaupt. Und das beste: er bringt den Kindern noch ein paar sinnvolle Lebensweisheiten bei. Über Freundschaft. Und Umweltschutz. Und darüber, wie böse fossile Energie doch ist.
Optisch ist Cars 2 wirklich bombastisch und abwechslungsreich, die bunte Neon-Welt Tokyos, die kleine italienische Hafenstadt, London…
Dabei sind alle Orte relativ originalgetreu nachempfunden, mit kleinen Änderungen, die sie für Autos als Bewohner und Erbauer glaubhaft machen. Da wären die Automaten in Tokyo, an denen es statt gebrauchter Schlüpfer (ja, das gibt es in Japan), Reifen zu kaufen gibt oder der Big Bentley in London. Und die Szene mit Mater auf einer japanischen Toilette? Klar, das ist alberner Klamauk, aber wer das nicht witzig finden kann, der sollte nicht in einen Pixar-Film gehen.
Cars 2 ist einer der witzigsten Animationsfilme, den ich bis jetzt gesehen habe und selbst die deutsche Synchro mit komischen Leuten aus der Rennfahrer-Szene, die überhaupt nicht sprechen können, kann daran nichts ändern. Eltern mit Kindern seien vor der Gewalt in dem Film gewarnt. Die Autos schießen mit echten Waffen, überall explodiert es und Gegner werden getötet. Man mag jetzt sagen: “ach, das sind ja nur Autos”, trotzdem sollte man die FSK 0-Wertung meiner Meinung nach mit Vorsicht genießen. Wenn “lebende” Autos in Schrottpressen kommen, explodieren oder auf Grund eines Sturzes in Einzelteile zerfallen, ist das für Kinder im Vorschulalter möglicherweise weniger geeignet. Ansonsten ist Cars 2 ein Spaß für die ganze Familie, bei dem auch erwachsene Zuschauer was zu lachen haben. Angucken!

Zu Cars 2 gibt es natürlich auch wieder ein Videogame, lest also auch mein Review zum Cars 2- Videospiel!

Captain America: The First Avenger

Titel: Captain America: The First Avenger
Deutscher Titel: Captain America: The First Avenger
Genre: Comicverfilmung
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Natalie Dormer, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Neal McDonough, Dominic Cooper, Anatole Taubman, Sebastian Stan
Verleih: Paramount Pictures
Land: USA
Deutschlandstart: 18.08.2011

USA, 1942: Steve Rogers möchte nichts lieber, als für sein Vaterland in den Krieg zu ziehen. Nicht weil er gerne tötet, sondern weil er einfach keine Bullies mag, wie er sagt. Nur wird er jedes mal ausgemustert, so oft er es auch unter falscher Identität versucht. Er ist klein, schmächtig, hat Asthma und noch vieles mehr. Körperlich könnte er ungeeigneter nicht sein, dafür ist er clever und trägt das Herz am rechten Fleck. Wie der Zufall so will, wird auf einer Präsentation von Howard Stark (Iron Mans Dad) Dr. Erskine auf den kleinen Mann aufmerksam und bietet ihm die Erfüllung seines Traumes an. Was er ihm nicht erzählt: der Doktor hat ein Serum entwickelt, das jeden Soldaten in einen Supersoldaten verwandeln kann. Leider wurde er in seiner deutschen Heimat schon dazu gezwungen, dem Nazi-Offizier Johann Schmidt (Hugo Weaving) das Serum zu verabreichen, weshalb auch die Deutschen über einen Supersoldaten verfügen. Und einen verrückten noch dazu, sucht Schmidt doch nach Götterartefakten und versucht, im Alleingang die Weltherrschaft zu erlangen.
Auf der anderen Seite nutzt Captain America, wie Rogers fortan genannt wird, sein neu gewonnenes Image, um durch Auftritte Geld für die Armee zu gewinnen, den Krieg hat er immer noch nicht gesehen. Als sein bester Freund von einem Einsatz nicht mehr zurück kehrt, hat der ehemalige Hänfling genug davon, an der Seitenlinie zu stehen, und greift nur unterstützt von der Agentin Peggy Carter (Hayley Atwell) die feindliche Basis an, in der sein Kumpel Buck vermutet wird und erklärt Nazi-Bösewicht Red Skull den Krieg.

Captain America, der amerikanischste aller Superhelden, reiht sich in die Riege der Avengers ein. Der Comic entstand in erster Linie zu Propagandazwecken. Comics, in denen Nazis bekämpft oder Hitler zu einer Lachnummer gemacht wurde, waren in den USA keine Seltenheit, Captain America war aber vermutlich der einzige Comic-Held, der alleine zu diesem Zweck erschaffen wurde. Im Film wird das ganze etwas entschärft und für internationales Publikum tauglich gemacht. Auf übertriebenen Patriotismus wird fast vollständig verzichtet, es gibt keine Hasstiraden auf Deutschland und Dr. Erskine klärt den Captain in einer ruhigen Minute darüber auf, dass die Deutschen ebenso Opfer Hitlers sind, wie alle anderen auch. Und die Soldaten, die der tapfere Captain befreit? Sind zu seiner Überraschung nicht nur Amis, sondern Franzosen, Italiener und sogar Asiaten.
Da Nazis als Feindbild schon total abgenutzt sind – irgendwann wird selbst das langweilig – verzichtet man bei Captain America fast vollständig auf das eigentliche Grundkonzept der Comics. Hitler kommt überhaupt nicht vor, Swastikas sieht man keine und vom normalen Kriegsgeschehen wird auch nichts gezeigt. Captain America gegenüber stehen keine deutschen Armeen, sondern ausschließlich sein quasi ebenbürtiger Gegenspieler Red Skull und dessen vermummte Spezialsoldaten. Man war hier extrem darauf bedacht, Politik und Geschichte so gut es geht außen vor zu lassen, der zweite Weltkrieg ist zwar der Schauplatz des Films, spielt in der Story aber kaum eine Rolle. Die gesamte Welt wird bedroht, und zwar von einem Verrückten, der zufällig einen deutschen Akzent hat (übrigens brillant von Hugo Weaving umgesetzt, ohne dabei in übertriebene Veralberungen auszuarten).

Atmosphärisch kann Captain America – The First Avenger vor allem in den Steampunk-Parts punkten, die ein wenig an Bioshock erinnern, ansonsten kann der Film optisch wenig beeindrucken, das meiste ist Standard-Studio-Kost. Den 3D-Fans, sofern es solche überhaupt geben sollte, sei gesagt, dass der blau-weiß-rote Held traditionell gefilmt und nur nachträglich in 3D konvertiert wurde, der Effekt hält sich dezent im Hintergrund. Für diesen subtilen 3D-Effekt, den man eigentlich nur wirklich merkt, wenn Schrift im Bild ist, finde ich den Aufpreis nicht gerechtfertigt.
Die Darsteller bieten allesamt solide Schauspielkunst, mehr aber auch nicht. Einzig Hugo Weaving sticht ein wenig heraus, aber das erwartet man von ihm auch. Chris Evans spielt den Captain ebenso souverän, wie er schon zuvor Human Torch in The Fantastic Four gespielt hat, allerdings bietet die Rolle auch keine großen Herausforderungen. Captain America bleibt auch mit neuem Körper und neuen Stärken und trotz des plötzlichen Einflusses auf das weibliche Geschlecht der alte Steve Rogers. Man sagt zwar, Macht korrumpiere, Evans darf aber 124 Minuten exakt die selbe Rolle spielen, ohne Zweifel, ohne Hochmut, überhaupt fast gefühlslos. Dass er 70 Jahre später aus einer unfreiwilligen Stasis erwacht und alle Menschen die er kannte, liebte und für die er gekämpft hat, tot sind, tut der Mann mit dem Schild mit einem kurzen Spruch und einem Schulterzucken ab. Ein bisschen so fühlt man sich als Zuschauer im Kino auch. Captain America: The First Avenger ist eigentlich nur ein 2-stündiges Intro für den kommenden Film The Avengers (unbedingt auf den kleinen Trailer nach dem Abspann warten) und der erste von 6 geplanten Filmen mit Chris Evans als Captain America. Man hätte sich hier deutlich kürzer fassen können oder den Film eher nach The Avengers als “Captain America: Origins” zeigen sollen. Die ersten Minuten spielen in der Gegenwart und dann wartet man 120 Minuten darauf, wieder im aktuellen Millenium zu landen. Allerdings fingen auch Iron Man, Hulk und Thor ganz am Anfang an, es sei dem Captain also gegönnt, auch seine Geschichte komplett erzählen zu dürfen. Schließlich geht es nächstes Jahr bereits weiter.
In der Gegenwart. Und ohne Nazis.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht. Sollte man allerdings, wenn man die folgenden Filme und The Avengers sehen möchte.

Review: The Adjustment Bureau/Der Plan

Titel: The Adjustment Bureau
Deutscher Titel: Der Plan
Genre: Sci-Fi, Thriller, Romance
Regie: George Nolfi
Drehbuch: George Nolfi, Philip K. Dick (Kurzgeschichte)
Darsteller: Matt Damon, Emily Blunt, Anthony Mackie, John Slattery, Michael Kelly, Terence Stamp
Verleih: Universal Pictures
Land: USA
Deutschlandstart: 10.03.2011. Ab 21.07.2011 auf DVD/Blu-Ray

The Adjustment Bureau ist die Verfilmung einer Philip K. Dick (Blade Runner, Total Recall, A Scanner Darkly, Minority Report) Shortstory, mit anderen Filmen, die auf Dicks Geschichten beruhen, aber kaum vergleichbar. The Adjustment Bureau (auf Deutsch “Der Plan”) ist keine düstere Dystopie, sondern spielt vielmehr in der uns bekannten Gegenwart. Der Plot ist eher spirituell angehaucht, wobei man spirituelle Elemente ja auch in den Sci-Fi-lastigen Geschichten von Dick findet.

David Norris (Matt Damon) ist Kongressabgeordneter in New York kurz vor der Senatswahl, bei der er gerne zum jüngsten Senator gewählt werden möchte. Das klappt nicht so wie gewollt, hat aber dennoch etwas positives für Norris. Denn während er auf Toilette seine Verlierer-Rede übt, trifft er auf Elise (Emily Blunt), die sich dort vor den Sicherheitsleuten versteckt, da sie im gleichen Gebäude eine Hochzeit gecrashed hat. Inspiriert von dieser Begegnung hält Norris eine improvisierte Rede, die durch ihre tiefe Ehrlichkeit überzeugt und den gescheiterten Senats-Anwärter zum Publikumsliebling macht, die Chancen für die nächsten Wahlen stehen also nicht schlecht.

Ein Jahr später trifft David zufällig erneut auf Elise, was Adjustment Bureau-Mitarbeiter Harry (Anthony Mackie) im Auftrag seines Bosses Richardson (John Slattery) verhindern sollte. David erfährt, dass es einen Plan für sein Leben gibt und das Adjustment Bureau soll dafür sorgen, dass dieser eingehalten wird. Und Elise erneut zu treffen war nicht Teil dieses Plans; er dürfe sie niemals wiedersehen, wenn er nicht ihren Traum, eine erfolgreiche Tänzerin zu werden und gleichermaßen seinen Traum, Senator oder irgendwann sogar Präsident zu werden. David hat kaum eine Wahl, den Wünschen der mysteriösen Männer mit Hut zu entsprechen, die jeden seiner Schritte vorhersehen können, schließlich hat er von Elise nur einen Vornamen und keine Nummer, sie erneut zu treffen scheint unwahrscheinlich. Doch als David nach Jahren Elise zufällig über den Weg läuft, wächst in ihm der Wunsch, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und gegen die unbekannten Männer anzukämpfen.

Nicht überall, wo Sci-Fi dransteht, ist auch Sci-Fi drin. The Adjustment Bureau/Der Plan könnte kaum weiter von einem Sci-Fi-Thriller entfernt sein, einzig die Fähigkeit der Mitarbeiter des Bureaus, durch jede beliebige Türe eine andere zu erreichen, erinnert an eine gewisse Szene aus Matrix. Ansonsten ist The Adjustment Bureau in erster Linie eine Romanze über zwei Personen, die trotz aller Widrigkeiten zusammen sein wollen. Die Widrigkeiten bestehen hier aus einer mysteriösen Gruppe, die für alle Menschen einen Plan haben, den es einzuhalten gilt. Wieso und warum ist dabei erstmal nebensächlich, gewisse religiöse Erklärungen lassen einen wünschen, die Gründe wären komplett unerklärt geblieben. So wäre das Ganze geheimnisvoller gewesen und der Zuschauer hätte sich seinen eigenen Reim machen müssen. Wäre “Der Plan” in meinem Philip K. Dick Kurzgeschichten-Band enthalten, würde ich jetzt fix nachlesen, wie das dort umgesetzt wurde. Bei Verfilmungen von Kurzgeschichten ist die Divergenz zwischen Vorlage und Film ja oft recht groß. (Die Kurzgeschichte “The Adjustment Team” ist Public Domain und kann folglich ganz legal aus dem Internet bezogen werden. Nach kurzem Überfliegen und Lesen der Zusammenfassung, kann ich nur extrem wenige Überschneidungen zwischen Kurzgeschichte und Film finden, einen detaillierten Vergleich kann ich natürlich nur ziehen, wenn ich die Geschichte komplett gelesen habe.)

Die Quasi-Omnipotenz der Bureau-Mitarbeiter kommt meines Erachtens auch viel zu kurz, stattdessen konzentriert sich der Film zu sehr auf den Romanzen-Part und selbst der ist noch nicht mal frei von Logik-Lücken. Die Story funktioniert nur, weil David Elise jahrelang nicht finden kann. Da sie aber ähnlich empfindet wie er, warum nimmt sie nicht einfach mal den gleichen Bus nochmal, mit dem er jeden Morgen zur Arbeit fährt? Er hat von ihr keinen Nachnamen, ist aber selbst täglich in der Zeitung, hält Reden, etc. Der Plan ist, dass die beiden sich nicht treffen dürfen, andererseits wird er von wildfremden Menschen auf der Straße gegrüßt, weil man sein Gesicht aus den Zeitungen und dem Fernsehen kennt.
Allgemein ist die Story nicht ganz zu Ende gedacht und an vielen Stellen recht schwammig, Vergleiche mit einem großartigen Werk wie Blade Runner kann man The Adjustment Bureau unmöglich vergleichen, vielmehr handelt es sich um eine Romanze mit ein paar übersinnlichen Elementen und einer handvoll Sci-Fi-Andeutungen. Das macht den Film nicht schlecht, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, die Optik ist toll, die Musik (Thomas Newman, Richard Ashcroft) ebenso, man darf nur keinen typischen Philip K. Dick-Film erwarten.

7/10