Titel: Get Him to the Greek
Deutscher Titel: Männertrip
Genre: Komödie
Regie: Nicholas Stoller
Drehbuch: Nicholas Stoller, Jason Segel
Darsteller: Jonah Hill, Russell Brand, Elisabeth Moss, Rose Byrne, Sean Combs, Colm Meaney, Carla Gallo, Tom Felton , Aziz Ansari, Pink, Christina Aguilera, Pharrell Williams, Lars Ulrich, Kristen Bell, Katy Perry
Deutschlandstart: 02.09.2010
Forgetting Sarah Marshall war für mich die Kömödie 2008, nicht zuletzt wegen Russel Brand als Aldous Snow, Sänger der Band Infant Sorrow. Das sahen vermutlich einige andere auch so, weshalb Nicholas Stoller sich gedacht hat, “ein Spin-Off mit Aldous Snow wäre doch super!”.
Jonah Hill spielt in Get Him to the Greek auch wieder mit, allerdings in einer anderen Rolle. Aaron Green (Hill) ist der größte Infant Sorrow-Fan überhaupt, auch wenn die Band schon lange nichts vernünftiges mehr gemacht hat, und hat seinen Traum zum Beruf gemacht: er arbeitet in einer Plattenfirma, allerdings unterscheiden sich die musikalischen Vorlieben seines Chefs (Sean Comb aka. P. Diddy) stark von seinen eigenen. Doch die Musikbranche hat es nicht leicht, eine neue Richtung muss eingeschlagen werden und deshalb trifft sein Vorschlag, zum 10-jährigen Jubiläum der Band das sagenumwobene Konzert im Greek Theater zu wiederholen, überraschenderweise auf Zustimmung. Besser noch: Aaron wird persönlich damit beauftragt, den abgehalfterten, mit Drogen vollgepumpten Rockstar aus England abzuholen, und pünktlich in den USA abzuliefern.
Der bescheuerte deutsche Titel sorgt vermutlich dafür, dass sich den Film hier niemand ansehen wird, er vermittelt aber ganz gut, worum es geht: die beiden Männer – der Rockstar und sein größter Fan – haben jede Menge Spaß auf ihrem Weg zu Greek-Theater. Und da der Spaß aus anonymem Sex, übermäßigem Alkoholkonsum und Drogen besteht, darf die Moral zum Schluss natürlich nicht fehlen.
Auf dem Weg zum Greek Theater erleben die beiden natürlich jede Menge abgedrehte Sachen, machen einen Abstecher zu Aldous’ Vater (Colm Meaney) nach Las Vegas und versuchen gleichzeitig noch, ihre Beziehungsprobleme zu lösen. 
Fans der Apatow/Segel-Filme und alle, die Forgetting Sarag Marshall gut fanden, werden ihren Spaß bei Get Him to the Greek haben. Russel Brand ist einfach genial, die meisten Songs vom Soundtrack sind auch von seiner Fake-Band Infant Sorrow, geschrieben von Jason Segel. Musikalisch macht der Film also auch echt Spaß. Wenn man kein Problem mit ein bisschen Fäkalhumor hat, führt diesen Sommer an Get Him to the Greek kein Weg vorbei.
8,5/10
