Titel: Megamind
Deutscher Titel: Megamind
Genre: Comedy
Regie: Tom McGrath
Drehbuch: Alan J. Schoolcraft, Brent Simons
Produzenten: Lara Breay, Ben Stiller, Denise Nolan Cascino
Musik: Hans Zimmer, Lorne Balfe
Darsteller: Will Ferrell, Tina Fey, Jonah Hill, David Cross, Brad Pitt, Justin Long, Amy Poehler, J. K. Simmons
Land: USA
Deutschlandstart:02.12.2010
In den Tiefen der Milchstraße steht ein Planet kurz vor der Zerstörung, es gibt nur noch eins zu tun: richtig. Ein Neugeborenes zur Erde zu schicken. Doch auf dem Weg stößt der kleine Megamind (Will Ferrell) immer wieder mit Baby Metro Man (Brad Pitt) zusammen, der ihm dann natürlich auch den Platz bei der netten Menschenfamilie streitig macht, während Megamind im Gefängnis aufgezogen wird. Der Anfang einer großen Superhelden/-schurken-Fehde ist geboren, doch erst in der Schule, als Megamind von allen anderen ausgeschlossen wird, beschließt er, zum Bösewicht zu werden. Sein Verstand und sein fischartiger Freund/Diener/Handlanger Minion (David Cross) muss dabei als Ersatz herhalten, leider verfügt der weniger helle Gegenspieler und Held Metro Citys Metro Man über alle Stärken, die man sich von einem Superhelden wünschen kann, und anscheinend keinen Schwächen. Abgesehen von der Schwäche für die Reporterin Roxanne (Tina Fey), die er sich mit Megamind und Roxannes Kameramann Hal (Jonah Hill) teilt. (Die Schwäche, nicht die Reporterin)
Regelmäßig wird Roxanne von Megamind entführt und von Metro Man wieder gerettet. Doch eines Tages findet Megamind scheinbar zufällig Metro Mans Schwachstelle und vernichtet ihn. Er freut sich und die Stadtbewohner sind am Boden zerstört. Doch schnell fängt der gar nicht so böse Wicht an sich zu langweilen und schafft kurzerhand aus der DNS den außerirdischen Übermenschen seinen eigenen Gegenspieler Tighten. Leider hat der ganz eigene Pläne und so muss Megamind sich entscheiden, auf welcher Seite er stehen möchte.
Wer schon mal einen Animationsfilm von Dreamworks gesehen hat weiß, dass er hier was anderes als bei einem Film von Pixar zu erwarten hat. Mehr Anspielungen auf andere Filme oder wie hier an das klassische Donkey Kong und erwachsenerer Humor. Allerdings habe ich nicht sehr viele Superhelden-Anspielungen finden können, da wurde sicher einiges an Potential verschenkt. Bis auf Megamind selbst sind die Charaktere leider recht oberflächlich und auch das Voice-Acting ist nicht das beste. Bei den Schauspielern hatte ich den Eindruck, man hätte hier überall mit der zweiten Wahl besetzt, Aussehen und Mimik der Figuren erinnerten mich an ganz andere Personen. Bis der Film begann war ich überzeugt, Megamind würde von Neil Patrick Harris gesprochen und Brad Pitt passt auch gar nicht zu Metro Man. Aber gut, man muss die Figuren ja nicht immer an ihre Synchronsprecher anpassen, auch wenn das oft gemacht wird. Wer den Film auf Deutsch gucken sollte, merkt da ja sowieso keinen Unterschied.
Megamind ist nicht der lustigste Animationsfilm aller Zeiten und kann im Rennen mit Toy Story 3 dieses Jahr natürlich auch nicht gewinnen, ist aber doch ein recht kurzweiliger Spaß mit ein paar netten Szenen und frechen Sprüchen und einem gewohnt-guten Soundtrack.

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