Review: Prometheus

Die Alien-Reihe ist jedem ein Begriff, sollte sie zumindest. Selbst Horror-Hasser wie ich kennen die düsteren Science-Fiction-Filme mit den säurehaltigen, vom schweizer Künstler HR Giger erdachten Monster.

Prometheus – oder wie er bei uns heißt – Prometheus – Dunkle Zeichen will nun die Vorgeschichte zur Alien-Reihe erzählen, quasi den First Contact zwischen Menschen und Aliens. Aber wollen wir die Geschichte überhaupt kennen? Müssen wir wissen, woher die Aliens kommen? Aber im Grunde geht es nicht nur darum, Prometheus könnte ebenso gut als eigener Film, abgetrennt von der Alien-Reihe funktionieren.

Im Jahr 2089 finden Forscher in Schottland das letzte Teil zu einem Puzzle, das die Herkunft der Menschheit beleuchten soll. Überall auf der Welt wurden ähnliche Steintafeln gefunden, die auf einen außerirdischen Besuch hinweisen, möglicherweise von den Erschaffern der menschlichen Rasse selbst. Die beiden Archäologen Elizabeth Shaw und Charlie Holloway lesen aus den Steintafeln eine Einladung heraus, zusammen mit einer Wegbeschreibung zum Heimatplaneten der “Konstrukteure”, der Erschaffer der Menschheit. In einem Vorhaben nie dagewesenen Ausmaßes fliegt ein Team von Forschern in einem durch die Weyland Corp. finanziertem Raumschiff zu eben diesem Planeten, um den mutmaßlichen Schöfpern entgegen zu treten. Das gleiche Unternehmen, das später für Ripleys Zusammentreffen mit den unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt sein wird. Doch was sie dort finden, ist nicht, was sie erwartet hatten. Die Konstrukteure sind entweder tot oder geflohen. Neugierig, wie der Mensch nun mal ist, bleiben die Forscher dort, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch neben der unbekannten Bedrohung auf dem Planeten kommt noch hinzu, dass die Weyland Corp. den Forschern nicht alle ihre Pläne erzählt hat und diese befinden sich bald auf sich alleine gestellt auf dem fremden Planeten, der nicht so ausgestorben ist, wie es den Anschein hatte.

In Prometheus finden Alien-Regisseur Ridley Scott und Lost-Schöpfer Damon Lindelof zusammen, um einer der bekanntesten Sci-Fi-Reihe einen würdigen Nachfolger in Form eines Prequels zu geben. Dabei wirkt Prometheus zu keiner Zeit wie ein Alien-Film, sondern wie ein recht austauschbarer Sci-Fi-Streifen mit 2-3 Ekel-Stellen und ein paar Hinweisen auf die Aliens der alten Filme. Gut, das Konzept der starken Frau als Heldin wurde beibehalten, sogar noch extremer als bei Ripley und es gibt auch wieder einen Androiden, ansonsten halten sich die Gemeinsamkeiten auf den ersten Blick in Grenzen. Prometheus ist ganz sicher kein schlechter Film, dennoch wird er niemals den Status eines “Alien” erreichen, als Muss für Fans kann man ihn auch nicht bezeichnen, die Vorgeschichte ist für die späteren Alien-Filme in etwa so überflüssig, wie Jar Jar Binks es im Prequel für die alte Star Wars-Trilogie war.

6/10

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