Titel: The Social Network
Deutscher Titel: The Social Network
Genre: Drama
Regie: David Fincher
Drehbuch: Aaron Sorkin, Ben Mezrich (Buchvorlage: The Accidental Billionaires)
Produzenten: David Fincher, Kevin Spacey u.a.
Musik: Trent Reznor, Atticus Ross
Darsteller: Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake, Brenda Song, Rooney Mara, Armie Hammer, Max Minghella
Land: USA
Deutschlandstart: 07.10.2010
The Social Network erzählt in pseudo-dokumentarischer Weise einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben Mark Zuckerbergs, des Gründers von Facebook. Dabei springt Fincher (Fight Club) in seiner Erzählung zwischen der Gründungsphase Facebooks und dem Rechtsstreit um Facebook hin und her.
In einer Hollywood-typischen Szene erfindet das angebliche Programmiergenie Zuckerberg auf seinem Zimmer im Wohnheim Harvards, nachdem seine Freundin mit dem Übernerd Schluss gemacht hat, aus Rache eine Seite, auf der man sämtliche Damen des Campus nach dem Hot or Not-Prinzip bewerten kann. Damit erlangt er über Nacht die Bekanntheit, nach der er sich so sehnt. Durch den Streich auf Zuckerberg aufmerksam geworden, sprechen ihn Tyler und Cameron Winkelvoos an, weil sie von ihm ihre Idee für ein Social Network mit Namen “Harvard Connection” umgesetzt haben wollen. Aus der Idee, seinen eigenen Erfahrungen auf dem Campus und dem tatsächlichen Facebook, dass es in gedruckter oder digitaler Form in jedem Haus Harvards gibt (ein Buch mit Fotos aller Studenten und Alumni) entwickelt Zuckerberg mit seinen Zimmergenossen – allen Voran Eduardo (Andrew Garfield), dessen Kapital die Server finanziert – die Webseite thefacebook.com. Die wird auch direkt ein ähnlicher Erfolg wie sein vorheriges Projekt und Zuckerberg wird plötzlich von allen auf dem Campus erkannt. Nur die reichen Winkelvoos-Brüder freuen sich nicht darüber, glauben sie doch, Zuckerberg habe ihre Idee geklaut.
Durch den Erfolg angespornt, expandieren die Jungs ihre exklusive Seite von Harvard zu anderen Ivy-League-Universitäten, nehmen aber trotz der Größe kein Geld ein, was Eduardo zunehmen stört. Als sich dann noch Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timbelake) in die Angelegenheiten einmischt, wird Eduardo mehr und mehr aus dem Projekt gedrängt. Eduardo verklagt Zuckerberg und auch die Winkelvoos-Brüder haben genug vom netten Gentleman-Verhalten und ziehen gegen den Facebook-Gründer vor Gericht. Gleichzeitig erreicht Facebook, das mittlerweile auch an europäischen Unis nutzbar ist, die magische Zahl von 1 Millionen Mitgliedern.
Dass The Social Network weder Biographie, noch Dokumentation ist, muss ich vermutlich niemandem sagen. Das meiste im Film ist total absurd und an den Haaren herbei gezogen. Ich meine: Frauen in Informatik Vorlesungen? Habe ich bei uns noch nie gesehen
Aber Spaß beiseite: die Hacking-Marathons mit literweise hochprozentigem, die Idolisierung Zuckerbergs, weil er ne blöde Webseite gebastelt hat… albern. Der billige Algorithmus, der für den coolen Effekt an die Scheibe geschrieben wird, damit die Kamera von außen da durch filmen kann… gähn. A beautiful mind did it, CSI does it all the time and even Galileo did it. Und dann Jesse Eisenberg; der Kerl versucht nicht mal, Mark Zuckerberg zu spielen. Stattdessen spielt er wie immer sich selbst, was bedeutet, er versucht den Rekord in “Wer kann am längsten im Film keinen einzigen Muskel im Gesicht anspannen” zu brechen (Weswegen manche ihn vermutlich auch oft mit Michael Cera verwechseln). Und er gewinnt. Das beste am Film ist noch die Musik von Trent Reznor (Nine Inch Nails) aber die sticht auch nicht besonders hervor. Am ehesten konnten mich die Nebendarsteller überzeugen, allen voran Armie Hammer in den Rollen der Winkelvoos-Zwillinge und unser zukünftiger Spider-Man Andrew Garfield.
David Fincher hat es geschafft, aus einer uninteressanten Story einen noch weniger interessanten Film zu machen. Glückwunsch!
4.5/10

Das Verhältnis von Inhaltsangabe zu Kritik…nice. Ne, im Ernst, hätt mir etwas mehr gewünscht, als die zwei, drei Kritikpunkte…besonders, weil es mir einfach so vorkommt, als ob du schon mit negativer Einstellung in den Film gegangen wärst, um dann direkt einfach nur einen Absatz darüber zu schreiben ^^
Bin jetzt aber auch kein großer Fan vom Film, so hip wie er sein möchte, ist er bei besten Willen nicht o.o
Ich behaupte einfach mal, das liegt daran, dass ich den Film vor zwei Wochen gesehen und mittlerweile alles wieder vergessen habe.
Und das Problem mit dem Verhältnis Kritik/Summary ist mir bekannt, ich hoffe ja immer noch, dass ich das irgendwann hinbekomme, wenn ich einfach weiter drauf los schreibe.
Hmm, ich fand den Film ja auch nicht so toll, aber hab völlig andere Kritikpunkte. Eisenberg fand ich super, die Musik katastrophal, um nur ein Beispiel zu nennen.
Dennoch: Ich bin schon froh, dass nicht jeder den Film so abfeiert, wie es in den USA der Fall ist, denn wie Khitos sagt, der Film ist einfach nicht, was er gerne wäre.
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