Review: Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

Davids Meinung:

DVD-Cover: Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn. ©Universum Film

Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn ist der elfte Comic des belgischen Zeichners Hergé über den Abenteuer-Reporter Tim und seinen Hund Struppi. Außerdem wird er natürlich vom stets fluchenden Kapitän Haddock begleitet, den Tim erst kurz zuvor kennengelernt hat. Und genau mit diesem Kapitän beginnt die Geschichte, als Tim für seinen Freund ein Modellschiff auf dem Flohmarkt kaufen will. Zwei andere Herren sind ebenfalls sehr an dem Schiff interessiert, doch Tim lässt sich nicht beirren und schon bald befindet sich der junge Reporter erneut in einem Abenteuer mit Schatzkarten, Piratenschätzen und selbstgebauten Unterseebooten. Denn es stellt sich heraus, dass Haddocks Vorfahr der Kapitän der Einhorn war und drei identische Einhorn-Modelle der Schlüssel zum Schatz von Rackham dem Roten sind, den Haddocks Vorfahr bekämpft hatte.

Der Schatz Rackhams des Roten ist auch der Titel des nächsten Comics, in dem die Geschichte fortgesetzt wird. Zusammen bilden die Bände die meistverkauften Tim und Struppi-Comics, was vermutlich auch der Grund für die Sonder-DVD mit den beiden Folgen der Comic-Serie von 1992 ist. Und auch der Grund dafür, dass Peter Jackson sich mit Steven Spielberg zusammengetan hat, um gerade diese Story zu verfilmen.
Als ich von der Verfilmung hörte, las ich zuerst alle Comics erneut, um mir erklären zu können, warum von allen Büchern gerade diese verfilmt werden. Einen besonderen Eindruck haben die nämlich bei mir nie hinterlassen und ich dachte am Anfang sogar, ich hätte die Geschichte nie gelesen (was auch ein bisschen daran liegt, dass ich die Comics als Kind in Belgien gelesen habe und mir der Titel deshalb nicht bekannt vorkam). Für mich waren die beiden Bände um die Mondreise immer die absoluten Favoriten, zusammen mit Tim in Tibet, das ich ebenfalls immer gerne gelesen habe.

Die Special Edition zur Comic-Serie aus den 90ern beinhaltet die beiden Folgen und erscheint am 14. Oktober, ebenso die Komplettbox mit allen Folgen der Serie. Für Fans sicher ein fantastisches Angebot, ich persönlich kannte bisher nur die Filme und war von der Serie ein wenig enttäuscht. Es sind eben nicht mehr die 90er und der Nostalgie-Bonus funktioniert nur, wenn man es auch damals schon gesehen hat. Ansonsten ist es eine sehr “wörtliche” Umsetzung des Comics mit vielen kurzen Szenen, die das Gefühl vermitteln, man wechsle zwischen den einzelnen Panels eines Comics. Zur Qualität kann ich nicht so viel sagen, außer, dass ich ein bisschen enttäuscht war, weil ich eben zuerst einen Film erwartet hatte. Ansonsten unterscheidet sich Tim und Struppi aber nicht von Comic-Serien, wie sie in den 90ern üblich waren, ich persönlich hätte mir dennoch etwas qualitativ hochwertigeres gewünscht.
Für Fans des Originals befindet sich übrigens auch die Französische Tonspur auf der DVD, inklusive Untertitel, an Specials befinden sich nur einige Trailer auf der DVD, was aber zu verschmerzen ist.

Fazit: Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn eignet sich für Fans der Serie und sicher auch für Kinder, denen man mal zeigen möchte, dass es auch Serien fernab des Anime-Krams auf RTLII gibt – schließlich läuft die Serie soweit ich weiß so gut wie nie im TV. Dann würde sich allerdings die Komplettbox für 45 Euro eher lohnen, die erscheint ebenfalls am 14.10. und beinhaltet sämtliche Folgen auf 9 DVDs. Die Special Edition zu Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn hat aber trotzdem ihre Daseinsberechtigung, denn so wie ich gerade sämtliche Comics erneut lese, werden sicherlich einige vor der Spielberg-Verfilmung die Vorlage in Serienform nachholen wollen und dafür eignet sich die DVD bestens, zumal 9,99 auch ein fairer Preis ist.

Bewertung: ★★★½☆ 

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About David

Filmbegeistert war ich schon mein Leben lang, damals war es weniger das (teure) Kino, vielmehr wurde das konsumiert, was im TV lief. Erst die wöchentlichen Sneak-Besuche haben mich einerseits zu einem wahren Filmfreak und gleichzeitig zum Filmsammler werden lassen. Da ich immer wieder nach meiner Meinung zu aktuellen Filmen gefragt wurde lag die Idee, das für alle sichtbar in einem Blog zu schreiben, nicht fern. Das war irgendwann 2006, noch im Privatblog. Danach folgte ein kleines Filmblog, bis dann schließlich Deus X Cinema entstand. Außerdem schreibe ich seit 2009 auf Zockwork Orange über meine zweite Leidenschaft, die Videospiele. Fragen zu Lieblingsfilmen beantworte ich nur ungerne, müsste ich welche nennen, würde ich neben den offensichtlichen wie Der Pate, Lord of the Rings und Star Wars noch Matrix, Four Rooms und Watchmen nennen.

2 thoughts on “Review: Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

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