Im letzten Abenteuer mussten Sherlock Holmes, Dr. John Watson und Irene Adler England, und letztendlich die Welt, vor dem mysteriösen Lord Blackwood retten, der scheinbar nach seiner Exekution von den Toten wiederauferstanden ist.
Nebenbei macht Holmes Bekanntschaft mit dem genialen Professor Moriarty, vor dessen Intelligenz und Bosheit er gewarnt wird. Die Fortsetzung des erfolgreichen Films konzentriert sich nun komplett auf Sherlocks Lieblingsbösewicht, dem “Napoleon of Crime”, der zwar in den Originalgeschichten so gut wie gar nicht vorkommt, der aber trotzdem allgemein als größter Gegenspieler des Meisterdetektivs gilt.
Sherlock hat das Gefühl, Moriarty plane einen großen Clou, konfrontiert ihn daraufhin auch direkt. Der Professor droht ihm und rät, sich rauszuhalten. Das ist für Sherlock gleichbedeutend mit einer Einladung, er macht sich also mit seinem getreuen Watson auf den Weg und folgt den Spuren, die zu einem schrecklichen Plan führen, mit das Verbrechergenie zu Macht und Reichtum gelangen will. Holmes und Watson müssen ihm zuvorkommen, doch wie sollen sie das anstellen? Schließlich ist Moriartys Genie dem von Holmes mindestens ebenbürtig und der Professor dem Detektiv scheinbar immer einen Schritt voraus.
Wie auch der letzte Teil konzentriert sich Sherlock Holmes: A Game of Shadows auf drei Dinge: viel Action mit Explosionen und Slow-Motion, witzige Sprüche und die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, die man nicht besser hätte besetzen können. Gut, dass Guy Ritchie sich damit begnügt, denn das liegt ihm, subtil und leise, das können andere besser, wenn er Sherlock Holmes erzählt, ist Sherlock halt ein Actionheld, der Frauen aufreißt und witzige Sprüche reißt. Dass man es damit auch übertreiben kann, zeigen die Szenen, in denen Sherlock in Frauenklamotten umherrennt oder die Stelle, in der Stephen Fry als Sherlocks Bruder Mycroft nackt den Screen ausfüllt. Das hat fast schon Slapstick-Charakter und gehört hier eigentlich nicht hin. Ebenfalls weniger gelungen ist das Ende. Guy Ritchie hatte scheinbar Angst davor, das Ende offen zu lassen, wie es hätte sein sollen. Anstatt die Auflösung wenigstens hinter die Credits zu verlegen, folgt sie sofort, zusammen mit dem sehr direkten Hinweis auf Teil 3. Hier hätte man den Zuschauern einfach ein bisschen mehr Hintergrundwissen zutrauen können, stattdessen wird der Film zu einem Hollywood-Einheitsbrei degradiert, der es jedem Recht machen will. Es leibt ein familientauglicher (FSK 12) Actionfilm mit viel Humor, überzeugenden Effekten und einem nicht immer vollständig klaren Plot.
Bewertung: 




Ich hab mit diesen Nachfolger bisher noch nicht angesehen, aber das Review entspricht meinen ungefähren Erwartungen. Teil 1 war nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht. Da gefällt mir die Serie “Sherlock” bei Weitem besser.
Nichtsdestotrotz werde ich mir auch diesen Film irgendwann mal ansehen, aber die Erwartungen sind eindeutig gedäpfter als damals beim ersten Teil.
PS:
Twitter ist nicht die beste Möglichkeit zum kommunizieren, da meine Nachricht wohl nicht ankam oder was auch immer. Anyway: Hab euch beim aktuellen Stöckchen auf meinem Blog getaggt.
Ja, bei 5 Twitter-Accounts im Tweetdeck und drei Spalten pro Account (Timeline, Replies, DMs) kann das untergehen
Schaue ich sofort mal nach.