Review: Rio

Titel: Rio
Deutscher Titel: Rio
Genre: Animation, Comedy
Regie: Carlos Saldanha
Drehbuch: Don Rhymer, Joshua Sternin, Jeffrey Ventimilia, Todd R.Jones, Earl Richey Jones
Produzenten: John C. Donkin, Bruce Anderson, Chris Wedge
Sprecher: Anne Hathaway, Jesse Eisenberg, Jemaine Clement, Leslie Mann, Tracy Morgan, Will.I.Am, Rodrigo Santoro, George Lopez, Jamie Foxx
Verleih: Fox
Land: USA
Deutschlandstart: 07.04.2011 (2D+3D)

Blu, ein Papagei (Spix Ara/Macaw) aus Brasilien wird als Kind gefangen und findet sich plötzlich im kalten Minnesota wieder. Er gewöhnt sich schnell an sein gemütliches Leben bei der netten Bibliothekarin Linda (Leslie Mann), doch der Frieden wird jäh gestört, als der Ornithologe Tulio (Rodrigo Santoro) Linda mit der Bitte aufsucht, Blu nach Rio zu begleiten. Er sei der letzte männliche Vertreter seiner Art und solle sich im Reservat mit einem weiblichen Vogel paaren. Nach kurzer Überredung fliegen die beiden Stubenhocker ins warme und lebhafte Rio – natürlich passend zum Karneval. Dort lernt Blu Jewel (Anne Hathaway) kennen. Die ist im Dschungel zu Hause und hat überhaupt keine Lust, sich zu paaren, was dem schüchternen Blu gerade gelegen kommt. Jewel will der vermeintlichen Gefangenschaft und “Zwangsehe” entfliehen, doch Vogelschmuggler kommen ihr zuvor, entführen die beiden seltenen Vögel und das Abenteuer in der fremden Umgebung nimmt für Blu seinen Lauf. Den beiden gelingt die Flucht, doch aneinander gekettet kommen sie ohne Hilfe natürlich nicht weit, zumal Blu des Fliegens nichts mächtig ist.

Rio ist, wie jeder bei dem Titel denken kann, ein Film, der vor allem auf Farbenpracht, Musik und brasilianisches Lebensgefühl setzt. Überall ist es bunt, es wird getanzt und gesungen (Will.i.am von den Black Eyed Peas und Jamie Foxx singen, Sérgio Mendes war als musikalischer Berater mit an Bord) und auch die Vögel sind bunt und farbenprächtig (ganze 12 Animatoren alleine für Federn habe ich im Abspann gezählt). Bis auf Samba und schöne “Aufnahmen” von Rio bietet der Film für das erwachsene Publikum leider gar nichts. Die Charaktere sind flach und die Story schon tausend Mal gesehen. Jüngere Zuschauer werden allerdings ihren Spaß haben, die Einnahmen des Films ($370 Mio bei $90 Produktionskosten) sprechen für sich. Was mir besonders negativ aufgefallen ist, waren die Anleihen an andere Filme. Die Affen in Rio wirken wie eine Kreuzung aus dem Madagascar-Pinguinen mit den Lemuren von Madagascar. Meine Meinung zu den Synchronstimmen ist zwiegespalten. Anne Hathaway und Jemaine von Flight of the Conchords fand ich super, Jesse Eisenberg eher schlecht und unmotiviert wie in allen Filmen, in denen er mitwirkt.

Mein Tipp: auf die DVD oder Blu-Ray warten, die überteuerte 3D-Vorstellung im Kino kann man sich schenken.

5/10