Review: Marvel’s The Avengers

In den letzten Monaten und Jahren gab es einige Filme mit einzelnen Mitgliedern der Avengers, die uns dezent, meist nach dem Abspann, auf einen kommenden Film mit der ganzen Truppe hinwiesen. Die ganze Truppe, das ist in dem Fall Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth), Hulk (Mark Ruffalo), Hawkeye (Jeremy Renner) und Black Widow (Scarlett Johansson), wobei die letzten beiden ja eher Nebenfiguren sind und auch keine eigenen Filme haben.

Joss Whedon (Buffy, Dr. Horrible) hat sich der Sachen angenommen und sich damit ganz offensichtlich einen Kindheitstraum erfüllt.
Kurz zur Story: Captain America, der erste Avenger, hatte im zweiten Weltkrieg den Tesserakt-Würfel vor den Bösewichten gerettet, eine mysteriöse Energiequelle, die sich nun in den Händen S.H.I.E.L.D.s unter Führung von Nick Fury (Samuel L. Jackson) befindet. Das war im Captain America-Film.
Am Ende von Kenneth Brannaghs Thor-Verfilmung verschafft Thors böser Halbbruder Loki sich Zugriff zu eben diesem Würfel. The Avengers setzt genau an dieser Stelle an und zeigt, wie Loki den Würfel an sich reißt. Sein Ziel ist es, ein Portal zu öffnen, um die Chitauri zur Erde zu führen, eine außerirdische Rasse, die den blauen Planeten erobern möchte.

Nick Fury hat jetzt die Aufgabe, die eher inkompatiblen Superhelden zusammenzubringen, um gemeinsam mit ihnen den Tesserakt zu finden, bevor Loki seine Pläne durchführen kann. Im im Weg stehen vor allem die Egos der Helden, allen voran Playboy Tony Stark und der gegensätzliche Captain America, für den Ehre und Vaterland an oberster Stelle stehen. Außerdem wäre da noch Thor, der sich für Lokis Taten verantwortlich fühlt und ihn persönlich zur Strecke bringen möchte. Zum Schluss müssen die ungleichen Helden ihre Kräfte vereinen, wenn sie die Erde retten wollen.

If we can’t save the Earth, you can be damn sure we’ll avenge it!

The Avengers ist ein cooler Superhelden-Film, der vor allem aus dem Trio Iron Man/Captain America/Thor lebt. Hulk bekommt gegen Ende aber auch noch einige nette Sprüche und Aktionen zugeschrieben, keine Sorge.
An vielen Stellen trieft The Avengers nur so vor Coolness, dass es schon weh tut. In jede Situation, egal wie auswegslos, passt auf jeden Fall noch ein cooler Spruch, so viel Zeit muss sein. Das macht den ganzen Film etwas anstrengend und wirkt teilweise auch echt gezwungen.

Thor: He’s my brother
Natasha Romanoff: He killed 80 people in 2 days
Thor: …He’s adopted

Bei The Avengers hat man den Eindruck, Regie und Drehbuch stammen aus der Hand eines 12-jährigen, der sich mit Zucker, Energy Drinks und Comic in seinem Zimmer eingeschlossen hat. Normalerweise bin ich immer dafür, das Kind in sich zu umarmen und so, aber hier ist es einfach zu viel. Der ganze Film ist so albern, so übertrieben cool in jeder Szene, dass man ihn einfach nicht ernst nehmen kann. Man muss Superhelden-Filme nicht ernst nehmen, oft sollen sie in erster Linie Spaß machen und unterhalten, aber was Joss Whedon hier abgeliefert hat, fällt an vielen Stellen schon in die Kategorie “Klamauk”. Ein Jon Favreau oder Kenneth Brannagh auf dem Regiestuhl hätte den Avengers sicher gut getan. Auf die Fortsetzung freue ich mich auch nicht sonderlich, nach den gesichts- und charakterlosen Gegnern dieses Films, die nur als “Kanonenfutter” dienten und weder Ziel noch Motivation hatten, kommt im nächsten Film ein Gegenspieler, den ich nach ausführlicher Wikipedia-Lektüre nur als “albern” bezeichnen kann. Warum gibt es keinen guten Gegner für Superhelden?

Ich bereue es nicht, mir The Avengers angesehen zu haben, besseres Popcornkino wird es dieses Jahr vermutlich nicht geben. 13 Euro dafür bezahlt zu haben bereue ich ein bisschen und dass man gezwungen wird, den Film in 3D zu schauen, finde ich auch nicht wirklich gut. The Avengers ist definitiv kein Meisterwerk und man verpasst nichts, wenn man ihn nicht sieht, wer sich mal wieder jung fühlen möchte, darf sich den Kinobesuch aber leisten und wird es nicht bereuen.

Review: The Losers

Durch Zufall stieß ich letztens auf den Film “The Losers”, die beteiligten Schauspieler bewegten mich dann dazu, die offensichtlich durchschnittliche Action-Komödie anzuschauen. Aber bei Jeffrey Dean Morgan (Watchmen), Zoe Saldana (Colombiana, Star Trek), Idris Elba und Chris Evans (Captain America, Marvel’s The Avengers, Sunshine) in einem Film kann man ja schon mal reinschauen.

Bei einem Einsatz gegen einen Drogendealer wird Clay und seine black-ops special-forces team vom mysteriösen Max hereingelegt. Ihr Helikopter wird zerstört doch sie überleben und tauchen in Südamerika unter. Sie wollen sich rächen und ihre Identitäten zurückhaben, doch wie sollen sie überhaupt in die USA einreisen, um an Max heranzukommen? Zum Glück kommt die nicht minder mysteriöse Aisha zu Hilfe. Sie bringt die Jungs zurück in die Staaten, die sich ebenfalls an Max rächen will.

The Losers ist eine nicht ganz ernstzunehmende Comicverfilmung, die aber jede Menge Spaß macht, vor allem wegen des Zusammenspiels der Charaktere. Das Comicvorbild erkennt man eigentlich nur im Intro und in den leicht übertriebenden Actionszenen. Der Comic wurde nur teilweise umgesetzt und es war eine Fortsetzung im Gespräch, wie wahrscheinlich die ist, steht bei dem für Hollywood eher geringem Gewinn an Box Office und im DVD-Verkauf ($12 Millionen) wohl in den Sternen, zumal Chris Evans mit seiner Rolle als Captain America in den kommenden The Avengers-Filmen vermutlich komplett ausgelastet ist.

Wer Spaß an leichter Action-Comedy-Kost hat und wen man mit Explosionen, flotten Sprüchen und cooler Musik unterhalten kann, der ist mit The Losers ganz gut beraten. Bei momentan 6,66 Euro kann man nicht viel falsch machen.

Trailer: The Avengers

(c) MarvelDer Teaser-Trailer zum kommenden Marvel-Crossover Blockbuster The Avengers ist raus. Weil ich nicht ganz durchblicke, wie man Apple-Trailer einbinden kann, bitte diesem Link folgen (eingebundener Trailer folgt dann irgendwann).

Hier der Trailer (via moviepilot):

Ein paar Notizen: Auch, wenn der Teaser mich jetzt nicht umhaut, bin ich doch insgesamt recht optimistisch. Zum Einen scheint der Look des Films eher nach Comic als nach “Gritty Reboot” auszusehen, zum anderen enthält der kurze Teaser doch einige schöne, vielversprechende Momente – da wären: Die halbe Sekunde, in der man Scarlett Johansson als Black Widow kämpfen sieht, den kurzen Blick auf den Hulk, dessen Look deutlich besser wirkt als in den beiden Filmen und vor allem Tony Starks Dialog – besonders sein “Kompliment” an Bruce Banner am Ende ist ein klassischer Joss Whedon-One-Liner und wahrscheinlich der erste halbwegs glaubhafte und unpeinliche Satz, den jemand im Kino über den Hulk gesagt hat (ernsthaft, hat in den beiden Hulk-Filmen überhaupt mal jemand ausgesprochen, warum man Bruce Banner nicht mögen würde, wenn er wütend ist?). Was mir noch fehlt ist ein Blick auf Cobie Smulders, deren Rolle mir noch nicht 100% klar ist, für meinen Geschmack aber kaum groß genug sein kann.

Ich bleibe noch immer milde skeptisch, was aber vor allem damit zu tun hat, dass ich die Avengers schon als Comic reichlich dämlich finde, doch was wir hier zu sehen bekommen, deutet mindestens auf einen unterhaltsamen (und angenehm comic-haften) Superheldenfilm hin.

News: Bilder vom The Avengers-Set

Nachdem die einzelnen Avenger schon Auftritte auf den Leinwänden hatten, werden sie im Mai 2012 erstmals alle gemeinsam die Welt retten, bei entsprechendem Erfolg wird das sicher der Anfang einer langen Reihe sein. Oder es wird ein Dreiteiler, bis nach kurzer Pause das Reboot mit neuen Leuten kommt.

© Marvel Studios

Neben den bekannten Helden wie Thor (Chris Hemsworth), Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Scarlett Johansson als Black Widow sehen wir einige neue Gesichter. Nach den letzten beiden Hulk-Debakeln gibt es mit Mark Ruffalo schon wieder einen neuen Bruce Banner, Hulks Stimme kommt vom “Original”-Hulk Lou Ferrigno. Jeremy Renner, den ich in der leider abgesetzten Serie The Unusuals fantastisch fand, spielt den mir unbekannten Hawkeye (sicher nicht der aus MASH) und sonst scheint es da nicht viel neues zu geben. Schade, von den bisher gezeigten mochte ich eigentlich nur Iron Man wirklich gerne und so richtig kriegt man mit dem Cast keine X-Men-Konkurrenz hin.

Zum Glück sind das Set-Fotos und keine Bilder aus dem fertigen Film, sieht nämlich schrecklich aus, besonders Captain Americas Kostüm. Ich glaube ja insgeheim, dass der Film nichts wird. Außer er wird total Iron Man-zentriert, also quasi Iron Man 4 mit ein paar coolen Gastauftritten.

Ich verstehe ja, warum alle so excited sind, ganz nüchtern vom Standpunkt einer Person betrachtet, die nie den Draht zu Joss Whedon gefunden hat, freue ich mich in etwa so sehr auf die Avengers, wie ich mich auf J.J. Abrams Star Trek gefreut habe. Die Fanboys finden’s geil und alle anderen eher so meh.

via screenrant

Trailer: Captain America: The First Avenger

Das tollste an Superhelden-Filmen finde ich ja immer, die Vorgeschichte zu erfahren, denn so gerne ich auch Comics lese, bis auf Spawn kenne ich von keinem die Anfänge so wirklich, außer aus Filmen. Captain America hat mich zudem auch nie interessiert, ein Muskelprotz mit Schild, dazu noch dieser eklige Patriotismus… aber wie so oft drängen Effekte und Technik einen dann doch ins Kino und so wird es sicher auch bei Captain America sein. Ist Chris Evans eigentlich der einzige Schauspieler, der zwei Marvel-Superhelden verkörpert hat? Mir ist das egal, er passt auf die Rolle.

Was haltet ihr eigentlich von diesen Benjamin Button-liken Effekten zu Beginn, die Chris Evans als kleinen Hänfling erscheinen lassen? Wirkt nicht 100% überzeugend (in etwa so wie der junge Jeff Bridges in TRON: Legacy) aber ein bisschen cool ist das schon.

via Equilibrium