News: The Avengers – New York Comic Con Panel

Auf der New York Comic Con gab es natürlich ein Panel zu Marvel’s The Avengers, während dem Produzent Kevin Feige ein paar Details zu den Post-Avengers-Plänen offenbarte. So soll Iron Man 3 eine zweite Phase einleiten, die zu The Avengers 2 führen soll – soweit, so selbstverständlich. Interessanter ist, dass der Film ein anderes (besser wahrscheinlich: verändertes) Lein-Up haben, als der erste Teil. Feige dazu:

Absolutely [there will be a new line up]. That’s the fun of it — introducing new characters. Seeing how will things change after Iron Man goes through his next adventure? After Thor goes through his next adventure? If we do another Cap adventure, how will things change? The dynamic between them? Their own worlds? So that the dynamic in Avengers 2 is actually quite different than it is in the first one.

Auch zur geplanten, von Guillermo Del Toro entwickelten Hulk-Serie gibt es ein paar neue Details, dazu verweise ich euch auf IGN. Besonders, dass die Serie möglicherweise in die Kontinuität der Filme passen soll, gefällt mir doch sehr. Hier noch das komplette Avengers-Panel von der New York Comic Con:

(via /Film)

News: Marvel-Kurzfilm – A Funny Thing Happened on the Way to Thor’s Hammer

Nach The Consultant ist A Funny Thing Happened on the Way to Thor’s Hammer der zweite Marvel-Kurzfilm mit Clark Gregg als Agent Coulson in der Hauptrolle. Der Film wird auf der Captain America DVD/Blu-Ray erscheinen, ist aber bereits im Netz zu sehen:

(via Coming Soon)

Trailer: The Avengers

(c) MarvelDer Teaser-Trailer zum kommenden Marvel-Crossover Blockbuster The Avengers ist raus. Weil ich nicht ganz durchblicke, wie man Apple-Trailer einbinden kann, bitte diesem Link folgen (eingebundener Trailer folgt dann irgendwann).

Hier der Trailer (via moviepilot):

Ein paar Notizen: Auch, wenn der Teaser mich jetzt nicht umhaut, bin ich doch insgesamt recht optimistisch. Zum Einen scheint der Look des Films eher nach Comic als nach “Gritty Reboot” auszusehen, zum anderen enthält der kurze Teaser doch einige schöne, vielversprechende Momente – da wären: Die halbe Sekunde, in der man Scarlett Johansson als Black Widow kämpfen sieht, den kurzen Blick auf den Hulk, dessen Look deutlich besser wirkt als in den beiden Filmen und vor allem Tony Starks Dialog – besonders sein “Kompliment” an Bruce Banner am Ende ist ein klassischer Joss Whedon-One-Liner und wahrscheinlich der erste halbwegs glaubhafte und unpeinliche Satz, den jemand im Kino über den Hulk gesagt hat (ernsthaft, hat in den beiden Hulk-Filmen überhaupt mal jemand ausgesprochen, warum man Bruce Banner nicht mögen würde, wenn er wütend ist?). Was mir noch fehlt ist ein Blick auf Cobie Smulders, deren Rolle mir noch nicht 100% klar ist, für meinen Geschmack aber kaum groß genug sein kann.

Ich bleibe noch immer milde skeptisch, was aber vor allem damit zu tun hat, dass ich die Avengers schon als Comic reichlich dämlich finde, doch was wir hier zu sehen bekommen, deutet mindestens auf einen unterhaltsamen (und angenehm comic-haften) Superheldenfilm hin.

News: Marvel-Kurzfilm The Consultant

Ich finde ja ziemlich großartig, was Marvel momentan im Kino macht: Sie etablieren ein gemeinsames Universum für ihre Figuren, wie es in den Comics schon lange üblich ist (wenn auch nicht so komplex). Vorläufiger Höhepunkt wird The Avengers sein, bis dahin sind vorerst keine weiteren Filme geplant. So ganz müssen wir aber nicht auf Neuigkeiten aus dem Marvel-Universum verzichten: The Consultant ist der erste Kurzfilm von Marvel (und mindestens ein weiterer ist auf dem Weg). Hauptrolle in dem knapp 4-minütigen Short spielt Clark Gregg als Agent Coulson, der schon in Hulk und Thor ein Highlight für mich war. Hier der Kurzfilm:

(via /Film)

Captain America: The First Avenger

Titel: Captain America: The First Avenger
Deutscher Titel: Captain America: The First Avenger
Genre: Comicverfilmung
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Natalie Dormer, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Neal McDonough, Dominic Cooper, Anatole Taubman, Sebastian Stan
Verleih: Paramount Pictures
Land: USA
Deutschlandstart: 18.08.2011

USA, 1942: Steve Rogers möchte nichts lieber, als für sein Vaterland in den Krieg zu ziehen. Nicht weil er gerne tötet, sondern weil er einfach keine Bullies mag, wie er sagt. Nur wird er jedes mal ausgemustert, so oft er es auch unter falscher Identität versucht. Er ist klein, schmächtig, hat Asthma und noch vieles mehr. Körperlich könnte er ungeeigneter nicht sein, dafür ist er clever und trägt das Herz am rechten Fleck. Wie der Zufall so will, wird auf einer Präsentation von Howard Stark (Iron Mans Dad) Dr. Erskine auf den kleinen Mann aufmerksam und bietet ihm die Erfüllung seines Traumes an. Was er ihm nicht erzählt: der Doktor hat ein Serum entwickelt, das jeden Soldaten in einen Supersoldaten verwandeln kann. Leider wurde er in seiner deutschen Heimat schon dazu gezwungen, dem Nazi-Offizier Johann Schmidt (Hugo Weaving) das Serum zu verabreichen, weshalb auch die Deutschen über einen Supersoldaten verfügen. Und einen verrückten noch dazu, sucht Schmidt doch nach Götterartefakten und versucht, im Alleingang die Weltherrschaft zu erlangen.
Auf der anderen Seite nutzt Captain America, wie Rogers fortan genannt wird, sein neu gewonnenes Image, um durch Auftritte Geld für die Armee zu gewinnen, den Krieg hat er immer noch nicht gesehen. Als sein bester Freund von einem Einsatz nicht mehr zurück kehrt, hat der ehemalige Hänfling genug davon, an der Seitenlinie zu stehen, und greift nur unterstützt von der Agentin Peggy Carter (Hayley Atwell) die feindliche Basis an, in der sein Kumpel Buck vermutet wird und erklärt Nazi-Bösewicht Red Skull den Krieg.

Captain America, der amerikanischste aller Superhelden, reiht sich in die Riege der Avengers ein. Der Comic entstand in erster Linie zu Propagandazwecken. Comics, in denen Nazis bekämpft oder Hitler zu einer Lachnummer gemacht wurde, waren in den USA keine Seltenheit, Captain America war aber vermutlich der einzige Comic-Held, der alleine zu diesem Zweck erschaffen wurde. Im Film wird das ganze etwas entschärft und für internationales Publikum tauglich gemacht. Auf übertriebenen Patriotismus wird fast vollständig verzichtet, es gibt keine Hasstiraden auf Deutschland und Dr. Erskine klärt den Captain in einer ruhigen Minute darüber auf, dass die Deutschen ebenso Opfer Hitlers sind, wie alle anderen auch. Und die Soldaten, die der tapfere Captain befreit? Sind zu seiner Überraschung nicht nur Amis, sondern Franzosen, Italiener und sogar Asiaten.
Da Nazis als Feindbild schon total abgenutzt sind – irgendwann wird selbst das langweilig – verzichtet man bei Captain America fast vollständig auf das eigentliche Grundkonzept der Comics. Hitler kommt überhaupt nicht vor, Swastikas sieht man keine und vom normalen Kriegsgeschehen wird auch nichts gezeigt. Captain America gegenüber stehen keine deutschen Armeen, sondern ausschließlich sein quasi ebenbürtiger Gegenspieler Red Skull und dessen vermummte Spezialsoldaten. Man war hier extrem darauf bedacht, Politik und Geschichte so gut es geht außen vor zu lassen, der zweite Weltkrieg ist zwar der Schauplatz des Films, spielt in der Story aber kaum eine Rolle. Die gesamte Welt wird bedroht, und zwar von einem Verrückten, der zufällig einen deutschen Akzent hat (übrigens brillant von Hugo Weaving umgesetzt, ohne dabei in übertriebene Veralberungen auszuarten).

Atmosphärisch kann Captain America – The First Avenger vor allem in den Steampunk-Parts punkten, die ein wenig an Bioshock erinnern, ansonsten kann der Film optisch wenig beeindrucken, das meiste ist Standard-Studio-Kost. Den 3D-Fans, sofern es solche überhaupt geben sollte, sei gesagt, dass der blau-weiß-rote Held traditionell gefilmt und nur nachträglich in 3D konvertiert wurde, der Effekt hält sich dezent im Hintergrund. Für diesen subtilen 3D-Effekt, den man eigentlich nur wirklich merkt, wenn Schrift im Bild ist, finde ich den Aufpreis nicht gerechtfertigt.
Die Darsteller bieten allesamt solide Schauspielkunst, mehr aber auch nicht. Einzig Hugo Weaving sticht ein wenig heraus, aber das erwartet man von ihm auch. Chris Evans spielt den Captain ebenso souverän, wie er schon zuvor Human Torch in The Fantastic Four gespielt hat, allerdings bietet die Rolle auch keine großen Herausforderungen. Captain America bleibt auch mit neuem Körper und neuen Stärken und trotz des plötzlichen Einflusses auf das weibliche Geschlecht der alte Steve Rogers. Man sagt zwar, Macht korrumpiere, Evans darf aber 124 Minuten exakt die selbe Rolle spielen, ohne Zweifel, ohne Hochmut, überhaupt fast gefühlslos. Dass er 70 Jahre später aus einer unfreiwilligen Stasis erwacht und alle Menschen die er kannte, liebte und für die er gekämpft hat, tot sind, tut der Mann mit dem Schild mit einem kurzen Spruch und einem Schulterzucken ab. Ein bisschen so fühlt man sich als Zuschauer im Kino auch. Captain America: The First Avenger ist eigentlich nur ein 2-stündiges Intro für den kommenden Film The Avengers (unbedingt auf den kleinen Trailer nach dem Abspann warten) und der erste von 6 geplanten Filmen mit Chris Evans als Captain America. Man hätte sich hier deutlich kürzer fassen können oder den Film eher nach The Avengers als “Captain America: Origins” zeigen sollen. Die ersten Minuten spielen in der Gegenwart und dann wartet man 120 Minuten darauf, wieder im aktuellen Millenium zu landen. Allerdings fingen auch Iron Man, Hulk und Thor ganz am Anfang an, es sei dem Captain also gegönnt, auch seine Geschichte komplett erzählen zu dürfen. Schließlich geht es nächstes Jahr bereits weiter.
In der Gegenwart. Und ohne Nazis.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht. Sollte man allerdings, wenn man die folgenden Filme und The Avengers sehen möchte.