News: Bilder vom The Avengers-Set

Nachdem die einzelnen Avenger schon Auftritte auf den Leinwänden hatten, werden sie im Mai 2012 erstmals alle gemeinsam die Welt retten, bei entsprechendem Erfolg wird das sicher der Anfang einer langen Reihe sein. Oder es wird ein Dreiteiler, bis nach kurzer Pause das Reboot mit neuen Leuten kommt.

© Marvel Studios

Neben den bekannten Helden wie Thor (Chris Hemsworth), Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Scarlett Johansson als Black Widow sehen wir einige neue Gesichter. Nach den letzten beiden Hulk-Debakeln gibt es mit Mark Ruffalo schon wieder einen neuen Bruce Banner, Hulks Stimme kommt vom “Original”-Hulk Lou Ferrigno. Jeremy Renner, den ich in der leider abgesetzten Serie The Unusuals fantastisch fand, spielt den mir unbekannten Hawkeye (sicher nicht der aus MASH) und sonst scheint es da nicht viel neues zu geben. Schade, von den bisher gezeigten mochte ich eigentlich nur Iron Man wirklich gerne und so richtig kriegt man mit dem Cast keine X-Men-Konkurrenz hin.

Zum Glück sind das Set-Fotos und keine Bilder aus dem fertigen Film, sieht nämlich schrecklich aus, besonders Captain Americas Kostüm. Ich glaube ja insgeheim, dass der Film nichts wird. Außer er wird total Iron Man-zentriert, also quasi Iron Man 4 mit ein paar coolen Gastauftritten.

Ich verstehe ja, warum alle so excited sind, ganz nüchtern vom Standpunkt einer Person betrachtet, die nie den Draht zu Joss Whedon gefunden hat, freue ich mich in etwa so sehr auf die Avengers, wie ich mich auf J.J. Abrams Star Trek gefreut habe. Die Fanboys finden’s geil und alle anderen eher so meh.

via screenrant

Captain America: The First Avenger

Titel: Captain America: The First Avenger
Deutscher Titel: Captain America: The First Avenger
Genre: Comicverfilmung
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Natalie Dormer, Stanley Tucci, Tommy Lee Jones, Neal McDonough, Dominic Cooper, Anatole Taubman, Sebastian Stan
Verleih: Paramount Pictures
Land: USA
Deutschlandstart: 18.08.2011

USA, 1942: Steve Rogers möchte nichts lieber, als für sein Vaterland in den Krieg zu ziehen. Nicht weil er gerne tötet, sondern weil er einfach keine Bullies mag, wie er sagt. Nur wird er jedes mal ausgemustert, so oft er es auch unter falscher Identität versucht. Er ist klein, schmächtig, hat Asthma und noch vieles mehr. Körperlich könnte er ungeeigneter nicht sein, dafür ist er clever und trägt das Herz am rechten Fleck. Wie der Zufall so will, wird auf einer Präsentation von Howard Stark (Iron Mans Dad) Dr. Erskine auf den kleinen Mann aufmerksam und bietet ihm die Erfüllung seines Traumes an. Was er ihm nicht erzählt: der Doktor hat ein Serum entwickelt, das jeden Soldaten in einen Supersoldaten verwandeln kann. Leider wurde er in seiner deutschen Heimat schon dazu gezwungen, dem Nazi-Offizier Johann Schmidt (Hugo Weaving) das Serum zu verabreichen, weshalb auch die Deutschen über einen Supersoldaten verfügen. Und einen verrückten noch dazu, sucht Schmidt doch nach Götterartefakten und versucht, im Alleingang die Weltherrschaft zu erlangen.
Auf der anderen Seite nutzt Captain America, wie Rogers fortan genannt wird, sein neu gewonnenes Image, um durch Auftritte Geld für die Armee zu gewinnen, den Krieg hat er immer noch nicht gesehen. Als sein bester Freund von einem Einsatz nicht mehr zurück kehrt, hat der ehemalige Hänfling genug davon, an der Seitenlinie zu stehen, und greift nur unterstützt von der Agentin Peggy Carter (Hayley Atwell) die feindliche Basis an, in der sein Kumpel Buck vermutet wird und erklärt Nazi-Bösewicht Red Skull den Krieg.

Captain America, der amerikanischste aller Superhelden, reiht sich in die Riege der Avengers ein. Der Comic entstand in erster Linie zu Propagandazwecken. Comics, in denen Nazis bekämpft oder Hitler zu einer Lachnummer gemacht wurde, waren in den USA keine Seltenheit, Captain America war aber vermutlich der einzige Comic-Held, der alleine zu diesem Zweck erschaffen wurde. Im Film wird das ganze etwas entschärft und für internationales Publikum tauglich gemacht. Auf übertriebenen Patriotismus wird fast vollständig verzichtet, es gibt keine Hasstiraden auf Deutschland und Dr. Erskine klärt den Captain in einer ruhigen Minute darüber auf, dass die Deutschen ebenso Opfer Hitlers sind, wie alle anderen auch. Und die Soldaten, die der tapfere Captain befreit? Sind zu seiner Überraschung nicht nur Amis, sondern Franzosen, Italiener und sogar Asiaten.
Da Nazis als Feindbild schon total abgenutzt sind – irgendwann wird selbst das langweilig – verzichtet man bei Captain America fast vollständig auf das eigentliche Grundkonzept der Comics. Hitler kommt überhaupt nicht vor, Swastikas sieht man keine und vom normalen Kriegsgeschehen wird auch nichts gezeigt. Captain America gegenüber stehen keine deutschen Armeen, sondern ausschließlich sein quasi ebenbürtiger Gegenspieler Red Skull und dessen vermummte Spezialsoldaten. Man war hier extrem darauf bedacht, Politik und Geschichte so gut es geht außen vor zu lassen, der zweite Weltkrieg ist zwar der Schauplatz des Films, spielt in der Story aber kaum eine Rolle. Die gesamte Welt wird bedroht, und zwar von einem Verrückten, der zufällig einen deutschen Akzent hat (übrigens brillant von Hugo Weaving umgesetzt, ohne dabei in übertriebene Veralberungen auszuarten).

Atmosphärisch kann Captain America – The First Avenger vor allem in den Steampunk-Parts punkten, die ein wenig an Bioshock erinnern, ansonsten kann der Film optisch wenig beeindrucken, das meiste ist Standard-Studio-Kost. Den 3D-Fans, sofern es solche überhaupt geben sollte, sei gesagt, dass der blau-weiß-rote Held traditionell gefilmt und nur nachträglich in 3D konvertiert wurde, der Effekt hält sich dezent im Hintergrund. Für diesen subtilen 3D-Effekt, den man eigentlich nur wirklich merkt, wenn Schrift im Bild ist, finde ich den Aufpreis nicht gerechtfertigt.
Die Darsteller bieten allesamt solide Schauspielkunst, mehr aber auch nicht. Einzig Hugo Weaving sticht ein wenig heraus, aber das erwartet man von ihm auch. Chris Evans spielt den Captain ebenso souverän, wie er schon zuvor Human Torch in The Fantastic Four gespielt hat, allerdings bietet die Rolle auch keine großen Herausforderungen. Captain America bleibt auch mit neuem Körper und neuen Stärken und trotz des plötzlichen Einflusses auf das weibliche Geschlecht der alte Steve Rogers. Man sagt zwar, Macht korrumpiere, Evans darf aber 124 Minuten exakt die selbe Rolle spielen, ohne Zweifel, ohne Hochmut, überhaupt fast gefühlslos. Dass er 70 Jahre später aus einer unfreiwilligen Stasis erwacht und alle Menschen die er kannte, liebte und für die er gekämpft hat, tot sind, tut der Mann mit dem Schild mit einem kurzen Spruch und einem Schulterzucken ab. Ein bisschen so fühlt man sich als Zuschauer im Kino auch. Captain America: The First Avenger ist eigentlich nur ein 2-stündiges Intro für den kommenden Film The Avengers (unbedingt auf den kleinen Trailer nach dem Abspann warten) und der erste von 6 geplanten Filmen mit Chris Evans als Captain America. Man hätte sich hier deutlich kürzer fassen können oder den Film eher nach The Avengers als “Captain America: Origins” zeigen sollen. Die ersten Minuten spielen in der Gegenwart und dann wartet man 120 Minuten darauf, wieder im aktuellen Millenium zu landen. Allerdings fingen auch Iron Man, Hulk und Thor ganz am Anfang an, es sei dem Captain also gegönnt, auch seine Geschichte komplett erzählen zu dürfen. Schließlich geht es nächstes Jahr bereits weiter.
In der Gegenwart. Und ohne Nazis.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht. Sollte man allerdings, wenn man die folgenden Filme und The Avengers sehen möchte.

Review: Unthinkable

Titel: Unthinkable
Deutscher Titel: Unthinkable
Genre: Thriller
Regie: Gregor Jordan
Drehbuch: Oren Moverman, Peter Woodward
Produzenten: Marco Weber, Caldecot Chubb
Darsteller: Samuel L. Jackson, Michael Sheen, Carrie-Anne Moss, Brandon Routh, Gil Bellows, Martin Donovan, Stephen Root
Land: USA
Deutschlandstart: 25.02.2011 (Direct-to-Video)

Steven Arthur Younger (Michael Sheen) war Nuklear-Experte bei der US-Armee. Jetzt ist er zum Islam konvertiert und bedroht sein Heimatland mit 3 platzierten Nuklearbomben. FBI-Agent Brody (Carrie-Anne Moss) soll die Bomben finden, der Verhörspezialist H (Samuel L. Jackson) hat währenddessen freie Hand beim Verhör Youngers, der sich offensichtlich absichtlich hat schnappen lassen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem Millionen Menschenleben auf dem Spiel stehen und die Foltermethoden von H das einzige Mittel zu sein scheinen, dem Gefangenen die Standorte der Bomben zu entlocken.

Als Bedeutung der Machiavelli zugeschriebenen Aussage “Der Zweck heiligt die Mittel” nennt Wiktionary: für einen guten Zweck dürfen auch fragwürdige Mittel eingesetzt werden. Der gute Zweck wäre hier die Entschärfung der Bomben und das Retten unzähliger Menschenleben. Doch wie weit darf man gehen? Brody hält an ihren Prinzipien fest und lehnt Folter ab doch die Verantwortlichen wollen einfach nur den Standort der Bomben, koste es, was es wolle. Zum Glück haben sie H, der keine Skrupel kennt und die Drecksarbeit erledigt. Die Reaktionen der Anwesenden sind gemischt und verändern sich mit der Zeit, in der sie H bei der Folter beobachten. Eine richtige Entwicklung scheint es aber nicht zu geben, die Anwesenden schwanken eher hin und her, ob sie das jetzt gut finden oder nicht. Die große Frage, die der Film aufwerfen möchte, ist, ob ein Mensch auch im Angesicht der Katastrophe seine moralischen Grundsätze behalten kann. Wenn die Bombe hochgeht sterben sie sowieso alle, ist es dann noch verwerflich, den sonst Todgeweihten zu foltern, der ja eh im Explosionsradius der Bombe (so eine kleine Nuklearbombe kann schon eine ganze Stadt verwüsten) ist? Eine Frage, die im Film nicht eindeutig beantwortet werden kann, dafür sind die Charaktere zu flach und die ganze Story zu simpel. Für amerikanische Zuschauer reicht die Konvertierung zum Islam meist als Ursache, warum jemand plötzlich einen Haufen Menschen töten möchte, der etwas anspruchsvollere Filmfreund wird die Motive hinterfragen und das alles bestenfalls belächeln. Aber Unthinkable ist trotzdem ein solider Thriller und bietet optisch einige gute Stellen und mit Michael Sheen natürlich auch einen Schauspieler, der seine Rolle erstklassig verkörpert. Dazu noch einen Haufen bekannte Gesichter (Gil Bellows, bekannt aus Ally Mcbeal, “Superman” Brandon Routh…), die aber allesamt nebensächlich und austauschbar sind. Wer keine Angst vor Folterszenen hat (eigentlich sieht man nicht viel aber ich fand’s trotzdem ab und zu etwas heftig) kann Unthinkable ruhig mal in seinen Player schieben.

6.5/10

Trailer: Unthinkable mit Samuel L. Jackson, Carrie-Anne Moss und Michael Sheen

Der Nuklear-Experte Steven Arthur Younger (Michael Sheen) platziert in drei US-Städten Atombomben, lässt sich dann ohne Gegenwehr festnehmen, verrät aber nicht die Standorte der Bomben. Die Agentin Helen Brody (Carrie-Anne Moss) ist verzweifelt und holt den Verhör-Spezialisten H (Samuel L. Jackson) zu Hilfe. Dessen Verhörmethoden sind der Grund, warum Unthinkable erst ab 18 freigegeben ist: um an sein Ziel zu kommen, ist ihm jedes Mittel recht. Agent Brody wird vor die schwierige Wahl gestellt, entscheiden zu müssen, ob die Menschenrechte des Verhörten missachtet werden können, wenn das Leben zahlreicher Unschuldiger auf dem Spiel steht.

Noch mit dabei: Brandon Routh (Superman Returns), Gil Bellows (Ally McBeal, Die Verurteilten).
Unthinkable erscheint am 25. Februar auf DVD und Blu-Ray.

Chris Evans ist Captain America

Is it a bird? Is it a plane?
Ach nee, falscher Comic. Captain America ist mir bis jetzt noch überhaupt nicht begegnet und ich weiß eigentlich auch nicht, was der so kann. Hat der Superkräfte? Außer über-patriotisch zu sein? Superhelden werden ja schon so immer viel zu patriotisch und amerikanisch dargestellt (gerne mit der Flagge im Hintergrund, wie ich sowas hasse), Captain America hat das Land sogar im Namen und die Flagge auf dem Schild.


[Chris Evans (Fantastic Four, Scott Pilgrim vs the World) als Captain America]

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